Über 167.000 Kilometer für den Klimaschutz: Haren radelt mit Rekord-Einsatz

Geschrieben am 09.09.2026
von Hermann Garrelmann

Bürgermeister Markus Honnigfort (links) und Klimaschutzmanagerin Sonja Liepe (rechts) gratulierten den Siegern des diesjährigen STADTRADELNs in Haren zu ihren herausragenden Kilometern und überreichten die Auszeichnungen. Foto: Stadt Haren.

Drei Wochen, 551 Aktive und mehr als 167.000 Kilometer auf dem Fahrrad: Das STADTRADELN 2026 hat in Haren eindrucksvoll gezeigt, was gemeinsam auf zwei Rädern bewegt werden kann. Vom 6. bis zum 26. Juni traten die Harenerinnen und Harener kräftig in die Pedale. Insgesamt kamen 12.075 Fahrten und stolze 167.356 Kilometer zusammen. Gegenüber einer entsprechenden Strecke mit dem Auto konnten dadurch rund 27 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Bei der Siegerehrung am 27. August 2026 würdigte die Stadt Haren die sportlichen Spitzenleistungen und das Engagement der erfolgreichsten Teams und Einzelfahrer.

Heinz-Bernd Krüssel fährt allen davon

Bei den Einzelfahrern hatte Heinz-Bernd Krüssel die Nase vorn. Für das Team „Seniorenfietser“ legte er in 43 Fahrten beeindruckende 2.303 Kilometer zurück. Damit sicherte er sich nicht nur den ersten Platz in Haren, sondern landete auch im emslandweiten Vergleich auf einem hervorragenden 3. Platz.

Rang zwei der Harener Einzelwertung ging an Norbert Cordes vom Team „Die Alten Läufer vom TUS“. Er brachte es auf 2.140 Kilometer und belegte damit Platz 5 im Emsland. Peter Meentken vom Team „TuS Haren Alte Herren“ komplettierte das Podium mit 1.976 Kilometern und erreichte emslandweit Platz 10.

Gemeinsam fährt es sich weiter

Dass beim STADTRADELN vor allem der Teamgeist zählt, zeigte sich auch bei den Mannschaftswertungen.

Beim Rennen um die meisten Gesamtkilometer waren die „Seniorenfietser“ nicht zu schlagen. Mit 27.813 Kilometern, erradelt von 57 Aktiven, sicherte sich das Team souverän den ersten Platz in Haren und zugleich Rang 3 im Emsland. Bei der Siegerehrung wurden die „Seniorenfietser“ von Bernd Hasch, Lukas Wobken und Horst Manns vertreten.

Auf Platz zwei landete der „TuS Haren Alte Herren“ mit 12.450 Kilometern. Für das Team nahm Heinrich Esders die Auszeichnung entgegen. Rang drei ging an die „DJK Fehndorf“, deren 10.533 Kilometer von Norbert Mecklenburg vertreten wurden.

Noch einmal ein anderes Bild ergibt sich bei den Kilometern pro Kopf: Hier hatten „Die Alten Läufer vom TUS“ die stärksten Beine. Mit durchschnittlich 1.125 Kilometern pro aktivem Teammitglied holte sich das sechsköpfige Team Platz eins in Haren und Rang 4 im Emsland. Peter Pelzer, Dirk Gerdelmann und Hermann Schepers vertraten das erfolgreiche Team bei der Ehrung.

Den zweiten Platz belegte erneut der „TuS Haren Alte Herren“ mit 778 Kilometern pro Kopf. Auf Rang drei folgte der „RSC Rütenbrock“ mit durchschnittlich 728 Kilometern pro Kopf, vertreten durch Torsten Gemlau und Harald Kolodzy.

Auch der Stadtrat steigt aufs Rad

Nicht nur Vereine und Bürgerinnen und Bürger waren mit dabei: Auch die Harener Kommunalpolitik setzte ein sportliches Zeichen für den Klimaschutz. 17 der 35 Ratsmitglieder beteiligten sich am STADTRADELN und legten gemeinsam 3.466 Kilometer zurück. Das entspricht durchschnittlich 48 „Parlamentarier-Kilometern“ pro Ratsmitglied.

Damit liegt der Harener Stadtrat im niedersachsenweiten Vergleich aktuell auf einem bemerkenswerten 3. Platz. Auch bundesweit kann sich das Ergebnis sehen lassen: In der Kategorie der Kommunen mit 10.000 bis 49.999 Einwohnern gehört Haren derzeit zu den Top 20. Die endgültigen Platzierungen werden bundesweit Ende September feststehen.

Ehrenamtliches Engagement macht den Erfolg möglich

Ein besonderer Dank der Stadtverwaltung ging an Bernd Hasch und Lukas Wobken. Beide unterstützten die Organisation und Koordination des Harener STADTRADELNs mit großem ehrenamtlichem Einsatz und trugen damit wesentlich zum Erfolg der Aktion bei.

Und Haren radelte nicht allein: Im gesamten Landkreis Emsland beteiligten sich in diesem Jahr 19 Kommunen am STADTRADELN. Insgesamt waren 6.267 Menschen aktiv und legten gemeinsam mehr als 1,32 Millionen Kilometer zurück.

Das Ergebnis zeigt: Jeder Kilometer zählt – für die Gesundheit, für die Gemeinschaft und vor allem für den Klimaschutz.