Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.
Feierlicher Start in die berufliche Zukunft
Ein bedeutender Meilenstein für den handwerklichen Nachwuchs: Rund 80 junge Handwerkerinnen und Handwerker wurden erstmals im festlichen Ambiente des Gasthauses Kamp in Meppen offiziell in den Gesellenstand erhoben. Die Winterfreisprechung des Handwerks bot dafür einen würdigen Rahmen – begleitet von zahlreichen Gästen aus Handwerk, Politik und Gesellschaft. Für die Absolventinnen und Absolventen markierte der Abend den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildungszeit und zugleich den Start in einen neuen Lebensabschnitt.
Der „goldene Boden des Handwerks“ bleibt bestehen
In seiner Festrede blickte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Vieles sei im Wandel – innen- wie außenpolitisch. Doch eines habe weiterhin Bestand: der „goldene Boden des Handwerks“. Handwerkerinnen und Handwerker würden auch künftig unverzichtbar bleiben, selbst im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz. Große Zukunftschancen sah Stegemann insbesondere im Wohnungsbau, im Metallhandwerk sowie in der sich wandelnden Mobilität.
Zugleich würdigte er die Ausbilderinnen und Ausbilder, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft leisten. Den frisch freigesprochenen Gesellinnen und Gesellen gab er mit auf den Weg, ihre neu gewonnene Freiheit bewusst zu nutzen – und dabei Verantwortung zu übernehmen.
„Der Zug des Lebens fährt weiter“
Mit einem bildhaften Vergleich eröffnete Kreishandwerksmeister Georg Kall seine Begrüßungsrede. Die Ausbildungszeit glich für ihn einer Zugreise – geprägt von Lernen, Üben und persönlicher Entwicklung. Jedes gefertigte Werkstück stehe dabei nicht nur für fachliches Können, sondern auch für die eigene Persönlichkeit.
„Der Zug des Lebens fährt weiter – und ab jetzt sitzt ihr selbst am Steuer“, so Kall. An jeder neuen Station würden die jungen Gesellinnen und Gesellen weiter wachsen und erfahren, wie sie mit ihrem Handwerk die Welt ein Stück besser machen können.
Sein Dank galt neben den Absolventinnen und Absolventen insbesondere den Ausbildern als wichtige „Weichensteller“ sowie allen Begleitern auf diesem Weg. Gleichzeitig ermutigte Kall die Nachwuchskräfte, ihren eigenen beruflichen Kurs einzuschlagen – sei es durch Spezialisierung, den Besuch der Meisterschule oder eine spätere Unternehmensgründung.
Auszeichnungen für Spitzenleistungen
Besondere Leistungen wurden ebenfalls gewürdigt: Sieben Innungssiegerinnen und Innungssieger erhielten aus den Händen von Andreas Nünemann, Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, gemeinsam mit Kreishandwerksmeister Georg Kall eine Ehrenurkunde, einen Pokal sowie einen Weiterbildungsgutschein der Stiftung Handwerk & Qualifizierung. Darüber hinaus wurden sie zur Teilnahme an den „Deutschen Meisterschaften im Handwerk – German Craft Skills“ eingeladen.
Die Innungssieger2026:
Bau-Innung Meppen: Carla Fretter (Zimmerer: Wösten, Haren), Leon Schulte (Maurer: Wösten, Haren)
Innung Sanitär- und Heizungstechnik: Dustin Schmidtchen (Schnieders, Meppen)
Metallinnung Emsland Mitte-Süd: Paul-Finn Wolfers (Metallbauer: Berky, Haren), Lecke Kladde (Feinwerker: Metallbau Emmeln, Haren)
Fotos: Aljoscha Otten
Das sind die Innungssieger 2026:
Bau-Innung Meppen: Carla Fretter (Zimmerer: Wösten, Haren), Leon Schulte (Maurer: Wösten, Haren)
Innung Sanitär- und Heizungstechnik: Dustin Schmidtchen (Schnieders, Meppen)
Metallinnung Emsland Mitte-Süd: Paul-Finn Wolfers (Metallbauer: Berky, Haren), Lecke Kladde (Feinwerker: Metallbau Emmeln, Haren)
Innung für Elektro- und Informationstechnik Meppen: Malte Sur (Augustin, Meppen)
Sandkunst, Musik und ein geselliger Ausklang
Ein stimmungsvolles Rahmenprogramm verlieh der Winterfreisprechung eine besondere Note. Die Künstlerin Elena Handel begeisterte mit einer Sandmalerei-Show, die die Lebens- und Lernstationen des „Zugs des Lebens“ – von der Geburt bis zur Freisprechung – eindrucksvoll visualisierte. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo Berlinale.
Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Abend bei einem gemeinsamen Buffet und Getränken in geselliger Runde aus.