Mit Freude nahmen sie die Schecks entgegen: v.l. Christel Reiners (Stiftungsratsvorsitzende), Hartmut Bruns (Heimatverein Wesuwe e.V.), Frau Meyering, Herr Brovelli, Frau Leggedör (Gymnasium Haren (Ems)), Roelf Westra, Torsten Weitzel, Henk Schut, Angar Gräber (TFC de Ketting und RSC Rütenbrock), Markus Honnigfort (Stiftungsvorstand)
Die Bürgerstiftung Haren unterstützt Erinnerungsarbeit, internationale Begegnung und Heimatpflege mit 3.000 Euro. Die entsprechenden Schecks wurde nun übergeben. Ziel der Förderungen ist es, das gesellschaftliche Miteinander in Haren nachhaltig zu stärken.
Das Gymnasium Haren erhält 1.000 Euro für die Durchführung des Workshops „ZWEITzeugen“. In dem Projekt werden Schülerinnen und Schüler zu sogenannten „Zweitzeugen“ ausgebildet. Die Jugendlichen setzen sich intensiv mit den Lebensgeschichten von Menschen auseinander, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Externe Bildungsreferentinnen und -referenten vermitteln dabei Wissen über den Holocaust und unterstreichen die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur. Die Teilnehmenden werden ermutigt, das Gelernte weiterzugeben und Verantwortung gegen das Vergessen zu übernehmen. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Antisemitismus und Ausgrenzung. „Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte stärkt die Demokratie von morgen. Wenn junge Menschen historische Erfahrungen verstehen und weitergeben, tragen sie dazu bei, Vorurteile, Antisemitismus und Ausgrenzung entgegenzutreten“, betont Christel Reiners, Vorsitzende des Stiftungsrates.
Mit 1.000 Euro fördert die Bürgerstiftung den Radsportclub Rütenbrock bei einer gemeinsamen Fahrradtour mit dem niederländischen Verein TFC De Ketting nach Berlin. Die beiden Vereine verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft, die im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Haren und Westerwolde entstanden ist und durch regelmäßige sportliche Begegnungen lebendig gehalten wird. Jahr für Jahr setzen die Radsportler damit ein Zeichen für gelebte grenzübergreifende Nachbarschaft und den europäischen Gedanken. Geplant ist auch ein Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen und damit eine bewusste Verbindung der Begegnung mit gemeinsamer Erinnerungskultur. „Besonders in herausfordernden Zeiten für Europa zeigen persönliche Begegnungen und gelebte Partnerschaften, wie wichtig Zusammenhalt und Austausch sind“, sagt Reiners.
Der Heimatverein Wesuwe erhält ebenfalls einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro für die Anschaffung einer Bodenreinigungsmaschine für das Heimathaus. Damit werden Pflege und Erhalt des Heimathauses als wichtiger Treffpunkt und Ort gelebter Dorfgeschichte unterstützt.