Dr. Hannah Timmer vom Straßenbauamt Lingen (Bildmitte) verkündete Neuigkeiten zu den Lambertsbrücken. Mit dabei (v.l.): Michael Kiehl (Dezernent, Landkreis Emsland), Lara Evers, (MdL), Helmut Knurbein, (Bürgermeister, Meppen) und Andrea Kötter (MdL)
Bei den Planungen zu den Lambertsbrücken im Zuge der Landesstraße 47 gibt es Neuigkeiten: Das Straßenbauamt Lingen hat eine Vorzugsvariante erarbeitet, die Planungen sollen in zwei Jahren zu Baurecht führen und bis 2031 soll die Straße fertig sein.
Mit dieser Nachricht wartete heute, am 24. 04. 2026, das Straßenbauamt Lingen bei einem Vor-Ort-Termin auf. Dr. Hannah Timmer, Chefin der Lingener Behörde, konkretisierte den derzeitigen Sachstand: Eine ebenerdige Lösung, die nicht hochwasserfrei sein würde, wird es nicht geben. Man habe diese geprüft, aber aus verkehrlichen, hochwassertechnischen und naturschützerischen Belangen dann verworfen. Letztlich hätte sie u. a. zu einem Damm geführt und ein wertvolles Biotop hätte beseitigt werden müssen.
Nun wird weiter mit einer Brückenlösung geplant. Dabei werden die beiden östlich gelegenen Brücken zu einer zusammengefasst. Auch die beiden nebeneinander liegenden Brücken über den Rühler Graben an der Westseite der Flutmulde werden als eine Brücke neu gebaut.
Zur Frage, wie es nun weiter geht, sagte Timmer: „Wir werden jetzt die Planung weiter ausarbeiten, also die Entwürfe, die wir schon haben, weiter verfeinern, weiter vorantreiben, dann das Baurechtsverfahren beim Landkreis beantragen. Wir gehen davon aus, dass wir im besten Fall Ende 2028 Baurecht hier haben, so dass wir dann mit dem Bau beginnen könnten.“ Dann sei mit „nochmal so zweieinhalb Jahren“ zu rechnen, so dass sie jetzt sagen könne: „Bestenfalls habe ich die Hoffnung, dass 2031 der Verkehr auch wieder über die Lambertsbrücken rollen kann.“
Zu den Abmessungen der neuen Lösung gab es folgende Infos: „Die Straße L 47 ist hier in dem Bereich auf 1200 Meter Länge ungefähr 7 Meter breit. Wir werden die auf 8 Meter verbreitern und zwar voraussichtlich entlang des südlichen Radwegs, den es jetzt schon gibt. Dort gibt es dann einen 2,50 Meter breiten Radweg mit 1,75 Meter Trennstreifen. Das bedeutet dann eine regelkonforme 8 Meter breite Fahrbahn nach RQ11. Das heißt, die Landesstraße wird deutlich aufgewertet, zukunftssicher gemacht, verkehrssicherer gemacht auch durch die größere Breite.“ Nähere Informationen gebe es zu gegebener Zeit.
Von den beteiligten Vertretern der Stadt Meppen und des Landkreises Emsland gab es freudige Zustimmung zu diesen Informationen. Dezernent Michael Kiehl vom Landkreis konnte aber vorsichtige Kritik nicht verbergen. Zehn Jahre von der Sperrung der Brücke bis zur Fertigstellung seien zu viel. Gerade bei Ersatzbauten müsse man wesentlich schneller werden und weniger Verfahrenszeiten erreichen. Denn: „Wir haben viele Brücken, die wir erneuern müssen. Dass da noch mehr erleichtert wird, auch in der Frage von Planungserfordernissen und Genehmigungserfordernissen, ist enorm wichtig.“ So lange Fristen könne man den Menschen auch nur unheimlich schwer erklären. Kiehl: „Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir uns das sparen würden, wollen, damit solche Dinge einfach auch schneller vorangehen.“