Klassiknacht Haren: Von Dvořák bis Elton John

Geschrieben am 14.06.2026
von hg


Wieder eine prächtige Kulisse: Die Klassiknacht Haren zieht nun schon seit 16 Jahren Musikbegeisterte an die Mersmühle.

So ganz spielte das Wetter nicht mit bei der diesjährigen Klassiknacht in Haren an der Mersmühle. Aber der Stimmung und dem Musikgenuss des vom Heimatvereins Haren veranstalteten Musikevents tat das keinen Abbruch: Erneut genoss eine große Publikumsschar die musikalischen Darbietungen von Orchester, Chören und Solisten.

Fast war es wie immer: Lubertus Leutscher, Dirigent des Veenkoloniaaal Symphonik Orkest, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt. Für sein Orchester mitsamt Chor ist das sozusagen „täglich Brot“. Aber auch die weiteren Beteiligten, der Schulchor des Gymnasium Haren und der Chor des Städtischen Musikvereins Meppen, fügten sich perfekt in die Inszenierungen ein und brachten so einen besonders kraftvollen Klang auf die Bühne. Jan Hendrik Niemeijer, gleichzeitig als Pianist und Gesangssolist auftretend, heimste mit seinen Auftritten einen Extra-Applaus ein. Den gab es auch für die Tänzerinnen der Musikschule Veendam, die bereits im Vorprogramm auftraten. Erstmalig und neu im Programm waren auch die tänzerischen Einlagen von Jessica und Jamie Claassens, die die Musicalthemen tänzerisch ergänzten. 

Zum Auftakt erklang die festliche „Fanfare“ aus „La Péri“ von Paul Dukas als Einstieg. „Salut d’Amour“ von Edward Elgar legte mit einer der bekanntesten romantischen Liebesminiaturen einen gefühlvollen Übergang zur 8. Sinfonie von Antonín Dvořák, die die erste Halbzeit unter der Mühle bestimmte.



Als Solist mit eigener Begleitung am Piano konnte Jan Hendrik Niemeijer erneut überzeugen. 

„Freude, schöner Götterfunken“ hieß es zum Auftakt der zweiten Hälfte. Hier konnten Chor und Orchester ihren vollen Klangumfang einbringen. Dem folgte ein bunter Wechsel zwischen Klassik und Musicalstücken. Zunächst „Angels“ von Robbie Williams, interpretiert von Jan Hendrik Niemeijer als Solist. Dem berühmten „Halleluja“-Chor aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel folgte die „My Fair Lady Suite“ von Frederick Loewe, mit der Broadway-Flair einzog.
Jan Hendrik Niemeijer konnte erneut bei „Can You Feel the Love Tonight“ von Elton John einen gefühlvollen Welthit aus der Filmmusik anbieten. Mit „Sancta mater“ aus dem „Stabat Mater“ von Karl Jenkins kam ein meditatives Element ins Konzert. Bei „Harry’s Wondrous World“ von John Williams kamen Fans von Harry Potter auf ihre Kosten. Voluminös erklang zum Schluss das „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Mit dieser Musik werden gern Kreuzfahrtschiffe bei ihrer Überfahrt oder nach der Schiffstaufe auf den Weg gebracht. Der Aufforderung nach einer Zugabe konnten sich Leutschers Musikerinnen und Musiker nicht entziehen.

 



Jessica und Jamie Classens ergänzten die musikalischen Darbietungen tänzerisch.

Während sich für die Zuschauer fast alles „wie immer“ anfühlte, gab es hinter den Kulissen doch fühlbare Änderungen. Erstmals übernahm Julian Geering als Geschäftsführer, gemeinsam mit Vorstand Heinz Menke, die Dankesrunde an die Aktiven. Auch vor Beginn der Aufführung stand Geering erstmals beim „Auftakttrunk“ mit in der Reihe. Uli Schepers als heutige „Ex-Vorsitzende“ hatte derweil eine neue Funktion: er begrüßte die VIP-Gäste, also die Sponsoren und Förderer und führte sie zu ihren Plätzen. Dirigent Lubertus Leutscher kommentierte den personellen Wechsel so: „Mit Julian kann ich sehr gut zusammen arbeiten“.

 



"Immer eine Püntenlänge voraus": Mit diesem Trinkspruch geben die Verantwortlichen (hinter den Kulissen) den Auftakt zur Klassiknacht. (v.l.) Heimatvereins-Geschäftsführer Julian Geering,  Uli Schepers (Ehrenvorsitzender), Rüdiger Ebert (Moderator), Lubertus Leutscher (Dirigent und musikalischer Kopf der Klassiknacht) und Heinz Menke, HV-Vorstandsmitglied.