Mit einem abwechslungsreichen Abschlusskonzert in der St.-Martinus-Kirche gingen die Harener Orgeltage 2026 am 20. September zu Ende. Unter dem Motto „Klangvolle Brücken – Orgel und Männerchor vereint“ musizierten Organist Udo Honnigfort und der Männergesangsverein Concordia unter Leitung von Georg Kühn.
Gounods Messe im Mittelpunkt
Einen Schwerpunkt bildete Charles Gounods „Messe brève“ für Männerchor und Orgel. Die fünf Messteile Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei verbanden die Stimmen des Chores mit den unterschiedlichen Klangfarben der Orgel. Honnigfort wählte eine Registrierung, die der neobarocken Orgel einen leicht romantischen Charakter verlieh und damit den Kompositionen Gounods entgegenkam. Chor und Organist überzeugten durch ein geschlossenes Zusammenspiel.
Virtuose Orgelwerke
Als Solist präsentierte Honnigfort außerdem Johann Sebastian Bachs Concerto a-Moll BWV 593, Jehan Alains „Litanies“ und Auszüge aus Léon Boëllmanns „Suite Gothique“. Die Werke stellten unterschiedliche Facetten der Orgel heraus: vom konzertanten Wechsel zwischen kraftvollen Tutti und ruhigen Passagen über die dramatische Steigerung in Alains Komposition bis zu den meditativen und virtuosen Abschnitten der Suite.
Musikalischer Dialog
Durch den Wechsel zwischen Orgelwerken und Chorbeiträgen entstand ein abwechslungsreicher Dialog. Den Schluss bildete „Lobt den Herrn der Welt“ von Henry Purcell, das der Männergesangsverein Concordia gemeinsam mit Honnigfort an der Orgel aufführte.
Rund 150 Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher dankten den Mitwirkenden mit großem Applaus. Damit fanden die Harener Orgeltage einen stimmungsvollen Abschluss, der das Konzertmotto unmittelbar hörbar machte.


