Frisch saniert, barrierefrei und mit einer Erweiterung versehen: Die neue "Alte Schule" in Landegge ist das neue Dorfgemeinschaftshaus im Emsdorf nördlich von Haren.
Neue „Alte Schule“ stärkt die Dorfgemeinschaft in Landegge
Landegges Dorfgemeinschaftshaus offiziell eröffnet – Rund 420.000 Euro Förderung für einen neuen Treffpunkt für Vereine, Kultur und Begegnung
Ein neuer Mittelpunkt für das Dorfleben: Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, ist das sanierte und erweiterte Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Landegge im Rahmen einer Feierstunde offiziell eröffnet worden. Das Gebäude steht künftig den Bürgerinnen und Bürgern sowie den örtlichen Vereinen und Gruppen als barrierefreie und vielseitig nutzbare Begegnungsstätte zur Verfügung. Pastor Frank Rosemann gab anlässlich der Eröffnung dem Gebäude und seinen Nutzern den kirchlichen Segen.
Mit der Neugestaltung erhält Landegge einen wichtigen Treffpunkt zurück. Nachdem die Gaststätte „Rotes Läpken“ geschlossen worden war, fehlte im Ort eine zentrale Anlaufstelle für das gesellige Miteinander. Die „Alte Schule“ soll diese Lücke nun schließen und das gemeinschaftliche Leben im Dorf nachhaltig stärken.
„Es ist ein tolles Werk geworden“, sagte Bürgermeister Markus Honnigfort bei der Eröffnung. Ohne das Dorferneuerungsprogramm wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich gewesen, betonte er. Das Haus sei ein wichtiger Baustein, um das Dorfleben, die Kultur und das ehrenamtliche Engagement in Landegge langfristig zu sichern. Es könne durchaus auch als Ersatz für die ehemalige Dorfkneipe verstanden werden.
Flexible Räume für Vereine und Gruppen
Bei der Sanierung und Erweiterung wurde das Gebäude so gestaltet, dass es unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Flexible Gruppen- und Aufenthaltsräume lassen sich mithilfe mobiler Trennwände an verschiedene Nutzungen anpassen. Damit bietet das Dorfgemeinschaftshaus Platz für Vereinsaktivitäten, Treffen und weitere Veranstaltungen.
Auch die Barrierefreiheit spielte bei der Planung eine wichtige Rolle. Der seitlich gelegene Eingang ist über eine Rampe erreichbar. Zudem wurde eine barrierefreie WC-Anlage eingerichtet. Hochwassersichere bauliche Vorkehrungen ergänzen die Maßnahmen.
Das Gebäude ist bereits einsatzbereit. Lediglich kleinere Restarbeiten im Kellerbereich sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.
„Mehr als die Summe aller Wände“
Auch Ortsvorsteherin Christel Reiners zeigte sich erfreut über den Abschluss des Projekts. „Ich freue mich unheimlich, dass wir das geschafft haben“, sagte sie. Ein Dorfgemeinschaftshaus sei schließlich „mehr als die Summe aller Wände“.
Die Aussage unterstreicht den Anspruch, der mit der Einrichtung verbunden ist: Die „Alte Schule“ soll nicht nur Räume zur Verfügung stellen, sondern Menschen zusammenbringen und das Miteinander im Ort fördern.
Bürgermeister Honnigfort würdigte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Ehrenamts. Menschen, die sich freiwillig engagierten und in den Dienst der Allgemeinheit stellten, verdienten Respekt – und nicht nur Kritik und Gemäkel, hob er hervor.
Rund 420.000 Euro Förderung
Die Neugestaltung des Dorfgemeinschaftshauses mit Anbau ist Teil des Dorfentwicklungsplans für die Dorfregion Landegge, Oberlangen, Sustrum und Niederlangen (LOSN). Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems fördert die Maßnahme mit 420.000 Euro, was einem Fördersatz von 55 % entsprechen soll.
Mit der offiziellen Eröffnung ist das Projekt nun weitgehend abgeschlossen. Die „Alte Schule“ soll künftig dazu beitragen, das Vereinsleben zu unterstützen, kulturelle Aktivitäten zu ermöglichen und einen Ort für Begegnungen über Generationen hinweg zu schaffen. Damit erhält Landegge einen neuen beziehungsweise erneuerten Mittelpunkt, an dem die Dorfgemeinschaft zusammenkommen und ihr gemeinschaftliches Leben gestalten kann.




