Neue Turnhalle in Wesuwe: Mehr Platz für Sport, Jugend – und weniger Kosten

Geschrieben am 26.10.2026
von Hermann Garrelmann


Einweihung mit doppeltem Grund zur Freude: Die neue Turnhalle in Wesuwe ist nicht nur größer und vielseitiger als geplant, sondern bleibt auch deutlich unter dem Kostenrahmen. Am 26. Oktober wurde der Neubau offiziell übergeben. Rund zwei Wochen müssen sich Sportlerinnen, Sportler und Schulkinder allerdings noch gedulden, bis die Halle genutzt werden kann.

Vom Abriss zum Neubau in gut eineinhalb Jahren: Nachdem die alte Turnhalle aus dem Jahr 1973 im Frühjahr 2025 weichen musste, ging es zunächst zügig voran. Erst auf der Zielgeraden sorgten Verzögerungen bei den Heizungsarbeiten für eine kleine Zwangspause. Der Freude über die Übergabe tat das keinen Abbruch. Architekt Christoph Becker geht davon aus, dass die Halle in etwa zwei Wochen in Betrieb genommen werden kann. Dann ist auch die Heizung betriebsbereit.

Eineinhalb Felder statt einer Nummer kleiner

Was ursprünglich als Einfeldhalle geplant war, ist inzwischen deutlich mehr geworden: eine moderne Eineinhalb-Feld-Halle mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Auf 18 mal 36 Metern bietet sie beste Voraussetzungen für den Schulsport der Grundschule, das Vereinsleben des FC Wesuwe und die örtliche Jugendarbeit.



„Diese Halle ist schon was ganz Besonderes“, freute sich Harens Bürgermeister Honnigfort bei der Übergabe vor zahlreichen Gästen. Für ihn ist die Fertigstellung auch ein schöner Schlusspunkt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit. Die alte Halle sei nicht mehr sanierungsfähig gewesen, erklärte er. Dass aus den ursprünglichen Plänen ein größeres und vielseitigeres Gebäude wurde, sei auch den vielen Gesprächen vor Ort zu verdanken. Ortsvorsteher Hartmut Bruns hatte diese koordiniert.

Besonders praktisch: Neben dem Sportbereich gibt es einen separaten Jugendraum, der als Treffpunkt für die örtliche Jugendarbeit dienen soll. Für den Neubau musste der Sportplatz ein wenig verschoben werden – inzwischen sind die verschiedenen Anforderungen unter einem Dach beziehungsweise auf dem Gelände vereint.

Zehn Prozent günstiger als geplant

Auch beim Blick aufs Geld gibt es Grund zur Freude. Die Baukosten waren mit 3,9 Millionen Euro angesetzt. Nach Angaben von Architekt Becker konnte dieser Rahmen um rund zehn Prozent unterschritten werden. Möglich wurde das Projekt auch durch Fördermittel aus der Kreisschulbauklasse des Landkreises Emsland und durch Mittel der KfW-Bank.

Und nicht nur beim Baupreis setzt Wesuwe auf Zukunft: Erdwärmesonden sorgen für eine moderne und nachhaltige Heiztechnik. Auf dem Dach erzeugen Photovoltaikmodule Strom, der auch dem angrenzenden Schulgebäude zugutekommt.


Ein Lied zum Abschied von der Baustelle

Wie sehr sich die Kinder auf ihre neue Halle freuen, machten die Schülerinnen und Schüler bei der Übergabe deutlich: Mit einem schwungvoll vorgetragenen Lied über Abriss und Neubau brachten sie ihre Begeisterung auf den Punkt. Pastor Rosemann bat anschließend um den kirchlichen Segen für das Gebäude und alle, die es künftig mit Leben füllen werden.

Der sportliche Anpfiff in zwei Wochen dürfte zeigen: dann wird aus dem gelungenen Bauprojekt das, worauf Wesuwe gewartet hat – ein lebendiger Treffpunkt für Sport, Schule und Gemeinschaft.